Verkohlte Muffins

Juli 29, 2011 in Backwelt


Als ich diese Schoko-Muffins das erste Mal gebacken habe, ist es an meinem Kind mit der Schokolade bzw. Kakao irgendwie vorbeigegangen. Plötzlich, stand er in der Küche vorm Ofen und schrie völlig entsetzt: “oh nein, die sind jetzt alle total verkohlt!”. Und seitdem, werden bei uns nicht Schoko-Muffins sondern “Verkohlte Muffins” gebacken.

Trockene Zutaten:

  • 120g Mehl
  • 50g gemahlen Nüsse ( Mandeln, Walnüsse etc.)
  • 50g Kakao
  • 2TL Natron
  • 140g Zucker

Flüssige Zutaten:

  • 2 Eier
  • 200g Naturjoghurt
  • 1 TL Rum oder Amaretto
  • 80g zerlassen Butter

200g Obst – Johanisbeeren oder Blaubeeren runden den Schokoladen-Geschmack gut ab

Backofen vorheizen. Alle flüßigen Zutaten, außer der Butter miteinander verrühren- ich mache es von Hand mit einem Schneebesen. Als ich anfing zu backen, sind mir Muffins oft misslungen. Ich habe nämlich den Teig kaputtgerührt. Tja, man lernt nie aus. In der anderen Schüssel die trockenen Zutaten vermischen und zu den flüssigen Zutaten hinzufügen. Nur solange rühren bis alles vermengt ist und am Schluss sanft die Butter untermischen. Das Obst mit etwas Mehl vermischen- so sinkt es nicht auf den Boden- und vorsichtig in die Masse unterheben. Ich transportiere den Teig in die Förmchen übrigens mit einem Eislöffel. Und ab in den Ofen.

Bei ca. 170 Grad 25 Minuten backen- nicht anbrennen lassen, sonst habt ihr daheim wirklich verkohlte Muffins:-) Im Ofen 10 Minuten auskühlen lassen-  z.B. einen Kochlöffel in die Tür stecken.

Wonach schmeckt der Sommer? Nach Omas Aprikosenmarmelade…

Juli 22, 2011 in Kochwelt, Saisonales

Wenn der Sommer einen Geschmack hat, dann schmeckt er für mich nach reifen Aprikosen. Beim Händler meines Vertrauens haben mich reife Aprikosen angelächelt, daher beschloss ich endlich meine Marmeladen-Vorräte aufzustocken. Diesmal blieb der Gelierzucker im Regal und ich probierte mich an der Oma-Methode, also mit Normal-Zucker wie schon unsere Vorfahren es getan haben. Ich gebe es ja ehrlich zu, es ist wirklich zeitaufwendig, man saut sich die ganze Küche ein und muss permanent den heißen Kochtopf und das Kind im Auge behalten. Eine langwierige Angelegenheit aber das Ergebnis schmeckt wie von meiner Oma und das ist mir die Sache wert. Gut meine Oma hat wahrscheinlich nicht mit Ingwer experimentiert aber man muss mit der Zeit gehen…

Die Marmelade ist natürlich etwas süßer als mit Gelierzucker, dafür ohne Konservierungsstoffe. Jedem ist die Entscheidung selbst überlassen- zuckerreduziert mit Chemie oder süßlich ohne Chemie.

  • 1 kg reife Aprikosen (ergibt etwa 4 kleinere Gläschen)
  • 600g Zucker
  • Zitronensaft einer unbehandelten Zitrone
  • zwei Apfelschalen
  • Zimt/ Vanilleschoten/ Mirabellenlikör/ 1 TL geriebener Ingwer- diese Zutaten sind kein Muss
  • tiefes Backblech und eine Kuscheldecke

Aprikosen waschen, entsteinen und in kleine Stücke schneiden. In einem großen Topf abwechselnd Aprikosen mit Zucker schichten, ich habe noch etwas Zimt und aufgeschlitzte Vanilleschoten aus meinem Vanillezucker hinzugefügt. Topf mit Deckel schließen und bis zum nächsten Tag am kühlen Ort die Aprikosen Saft ziehen lassen.

Am nächsten Tag eine kleine Untertasse in die Gefriere stellen. Zwei Äpfel schälen und die Schalen in kleine Stücke schneiden. Die Apfelschalen enthalten Pektin und sind natürlicher Ersatz für Gelfix. Zitrone auspressen und zusammen mit den Apfelschalen und dem Likör ( Amaretto geht auch) zu den Aprikosen geben. Die Marmelade aufkochen lassen und die Hitze reduzieren. Köcheln lassen und wenn die Aprikosen zerkocht sind pürieren.(Vanilleschoten rausmachen) Wer mag kann kleine Stücke übrig lassen, wir mögen unsere Marmeladen ganz fein. Wer mag kann jetzt den Ingwer reinmachen. Und nun rühren, rühren und rühren. Bei mit hat es etwa halbe bis dreiviertel Stunde gedauert bis die Marmelade anfing zu gelieren. Wenn ihr das Gefühl habt, die Marmelade fängt an zu gelieren, holt die Untertasse aus der Gefriere und macht die Gelierprobe- etwas Marmelade auf die Untertasse und kurz in Kühlschrank stellen. Läuft die Marmelade nicht mehr davon, ist sie fertig. Nun in penibel saubere Gläser umfüllen, zumachen und 10 Min. auf den Deckel stellen. Danach die Marmelade im Korb oder Blech in die Decke eingewickeln bis zum nächsten Tag auskühlen lassen. Die Decke sorgt dafür, dass die Marmelade ganz langsam runterkühlt.

Und ewig gerinnt das Ei oder einfache Pasta Carbonara

Juli 22, 2011 in Kochwelt

Eigentlich ein total simples Gericht. So manchen ungeübten Koch hat es allerdings schon an den Rand des Wahnsinns gebracht. Die Italiener kriegen es doch so schön hin, sämig und glänzend sieht die Pasta aus. Wie machen die es nur, fragt man sich- warum sieht meine Carbonara wie ein bröckeliges etwas aus, weder geschmacklich nah dran, geschweige davon so hübsch wie die italienische Version??

Die meistens orientieren sich am falschen Rezept und kochen die Carbonara schlichtweg tot. Es ist ein schnelles, einfaches Gericht- bedarf allerdings etwas Übung.

Hier meine Variante mit Erbsen, Zucchini- oder Paprikawürfel kann man natürlich auch nehmen.

  • 4 große Eigelbe
  • 1 Becher Sahne/ 1 EL Creme fraiche
  • handvoll geriebenen Parmesan
  • Muskatnuss/ Salz/ Pfeffer
  • 1 TL Gemüsebrühe-Paste ( diese kann man weglassen)
  • Zitronenabrieb ( ungespritze Zitronen)
  • gehackte Petersilie
  • 1 große Tasse gefrorene Erbsen
  • 100g Schinkenspeck
  • 1 Knoblauchzehe
  • 400g Nudeln

Nudel ins heiße Wasser geben. Eigelbe, Sahne, Creme fraiche, 1 TL Gemüsebrühe-Paste, Zitronenabrieb, Petersilie und die Gewürze mit einer Gabel verquirlen. Die Erbsen in einer Schüssel mit heißem Wasser übergiesen. In einem großen Topf etwas Olivenöl heiß machen und den kleingehackten Knoblauch und in feine Streifen geschnittenen Schinkenspeck andünsten- nicht anbrennen lassen. Nach paar Minuten die abgeseihten Erbsen hinzufügen und auf niedrige Stufe schalten. Mittlerweile müssten die Nudeln soweit sein. Abseihen und zur der Erbsen-Schinken-Masse hinzufügen. Nun die Eier-Sahne-Mischung auf die Nudeln gießen und rühren bis die Masse schön sämig ist. Wenn ihr das Gefühl habt, es dickt an, Topf von der Herdplatte nehmen. Wenn die Temperatur zu hoch ist, gerinnt nämlich das Eigelb und im Topf bleiben Nudeln mit Rührei zürück.

Ich wünsche ein gutes Gelingen! Und denkt dran: Übung macht den Meister.

So lecker ist Berlin …

Juli 19, 2011 in Dies & Das

Am Wochenende war mal wieder gemütliches Frühstück angesagt- mit Mann und Freundin in Schlepptau, verbrachte ich den Vormittag in Deli. Alle Fans von Cynthia Barcomi wissen natürlich sofort wovon ich rede. Das Deli liegt etwas versteckt in den ruhigen Sophie-Gips Höfen am Hackeschen Markt. In Berlin ist die Auswahl an Cafes und Bistros groß, das Publikum anspruchsvoll. Wer nicht auf Anhieb zufrieden ist, kommt selten wieder. Das Deli haben wir ausprobiert, für gut befunden und kommen gerne wieder.

Ich bin beim Frühstück sehr wählerisch- frische Zutaten müssen her, alles muss lecker sein, Industrie-Marmelade mag ich nicht und die Brötchen müssen natürlich auch tip-top sein, ade aufgeplustertes Gebäck. Mein Geschmack triff das Deli gut- nette Bedienung, guter Kaffee und tolles, leicht amerikanisch angehauchtes Ambiente. Den Kaffee kann man sich mit seinen Lieblings-Kaffebohnen zubereiten lassen und das Frühstück ist wirklich lecker. Ich stehe total auf die Swiss-Variante mit Bircher-Müsli und die Cinnamon Rolls finde ich zum Niederknien. Die stehen auf meiner To-do-Back&Koch-Liste schon länger drauf…

Bis dahin müßt ihr die Zeit mit den Fotos überbrücken:-)


Quiche für Lauch-Liebhaber

Juli 16, 2011 in Kochwelt

Mit dem Quiche-Teig habe ich lange experimentiert, nach unzähligen Probe- Exemplaren habe ich mich nun auf dieses Rezept fesgeklammert. So einfach ist es nämlich nicht mit dem perfekten Quiche-Teig, ich spreche da aus eigener Erfahrung. Mal ist er zu weich, mal nicht knusprig genug…

Wir essen gerne diese Variante mit Lauch und Lachs, dazu schönen Salat, ein Gläschen Weißwein und ab auf den Balkon, um den Sonnenuntergang zu genießen. Wenn wieder die Fisch-Verweigerer zu Besuch sind, ersetze ich einfach den Fisch durch Schinkenspeck oder Gorgonzola.

Teig:

  • 200g Mehl
  • 100g Butter
  • 1 Ei
  • 2 EL Joghurt
  • Salz
  • im Sommer füge ich dem Teig gerne noch frischen Oregano oder Thymian bei

Füllung:

  • 600g Lauch (Poree)
  • 300g geräucherten Lachs
  • ungespritze Zitrone
  • 4 Eier
  • 250g Quark
  • 2 EL Schmand
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Curry
  • Mozzarella

Aus den Zutaten Teig herstellen und in Frischhaltefolie mindestens halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Poreestangen halbieren, länglich durchneiden, abspülen und in Ringe schneiden. In Olivenöl etwas andünsten lassen, zur Seite stellen. Aus Eier, Quark, Schmand und den Gewürzen die Füllung bereiten. Eine Tarte-Form ( meine ist leider grade kaputt also habe ich normale Springform genommen) vorbereiten. Ich schneide mir immer für den Boden einen runden Kreis aus Backpapier zurecht, so vermeide ich das Zekratzen. Den Teig direkt auf dem Backpapier-Kreis dünn ausrollen (Nudelholz mit Mehl bestauben) und in die Form hineindrücken. Die Rände schön hochziehen und mit einer Alufolierolle (die Folie zu einer langen Rolle formen und diese wie einen Kanz um die Ränder legen) befestigen. Man kann ihn auch blinbacken- ich verwende dann dafür Backpapier, welches ich mit Centstücken beschwere. Den Teig paar Mal anstechen und im Ofen 10 Minuten vorbacken lassen. Manche versiegeln den vorgebackenen Teig zusätzlich noch mit Eigelb- mir fehlt meistens die Muse dazu.

Auf dem Teig nun den Poree verteilen und den Lachs obendrauf legen. Mit Zitronenabrieb und Zitronensaft (so 2 TL) verfeinert. Mit der Quark-Schmand Mischung begießen und mit Mozzarella-Scheiben belegen.

Bei  200 Grad 30-25 Min. backen.

Guten Appetit!