*Flüssiges Penicillin* oder Hühnersuppe

August 30, 2011 in Kochwelt

Wenn eine Erkältung naht, greife ich gerne in die Tiefkühltruhe und hoffe auf ein Wunder:-) Und manchmal habe ich doch tatsächlich Glück und in der hintersten Ecke versteckt sich ein großes Glas mit selbstgemachter Hühnerbrühe. Allerdings passiert es nicht sehr oft und in dem Fall renne ich los und hoffe irgendwo ein Suppenhuhn zu ergattern, das vielleicht ein glückliches Leben hatte. Die Realität sieht leider meist anders aus- also bastele ich es mir in meiner Phantasie einfach schön zusammen und renne mit dem glücklichen Suppenhuhn wieder zurück.

Aber nun zum Rezept:

  • 1 glückliches Huhn
  • 1 Bund Suppengrün
  • 2 Stängel Staudensellerie
  • 1 Pastinake
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Tomate
  • kleines Stück Ingwer
  • frische Kräuter: Thymian, Oregano, Petersilie, Liebstöckel
  • ganze Kräuter: Piment, Pfefferkörner, Nelken, Lorbeerblatt
  • 1 TL Salz
  • Wasser

Huhn waschen und die frischen Kräuter in die Bauchhöhle stopfen. Das Huhn in den Topf legen und soviel kaltes Wasser hinzufügen, dass es bedeckt ist. 1 TL Salz, Piment, Pfefferkörner und Nelken hinzufügen- jeweils so 2-3 Stück. Das Wasser einmal aufkochen lassen, danach auf kleiner Flamme sieden lassen. Die Suppe darf nur leicht sieden, sonst wird die Brühe trübe. Nun das geputze Gemüse hinzufügen und kochen lassen. Bildet sich grauer Schaum- immer schön abschöpfen. Ich lasse meine Suppe ca. 3 Stunden kochen.

Die restliche Brühe friere ich ein.( bitte die Gläser nicht allzu voll machen- die Brühe dehnt sich aus und sprengt sonst das Glas) Das Rezept habe ich von meiner Mama und die von ihrer Mama und die von… – das könnte man jetzt hier zu einer endlosen Geschichte ausdehnen:-)

Wünsche allen die krank sind gute Besserung- kein Wunder bei dem Wetter…

Eure Lana

Pilzalarm oder ein flotter Pilzkuchen

August 26, 2011 in Kochwelt, Saisonales

Meine sehr nette Nachbarin stand gestern mit einem Körbchen Pffiferlinge vor der Tür, da sag ich natürlich nicht nein. Hier nochmal DANKE!! Direkt aus dem Wald- frischer gehts wohl nicht. Bin dann kurz in mich gegangen und beschlossen um 20h noch einen Pilzkuchen zu machen.

Junior hasst Pilze- Zitat: “fühlt sich eklig im Mund an”, also bekam er Grießbrei mit Waldbeeren und Ahornsirup und beobachtet mich entsetzt beim Pfifferlinge-Putzen. Er meinte dann plötzlich – soviel Arbeit und dann schmeckt es nicht einmal. Nun ja – als Kind habe ich Bananen eklig gefunden, jetzt mag ich sie. Pilze soll man übrigens nicht waschen, da sie das Wasser gerne wie ein Schwam aufsaugen. Mit einem Silikonpinsel und Zewa geht es prima. Da es schnell gehen musste, habe ich frischen Blätterteig genommen. Den kleinen Rest getrockneter Pilze habe ich auch noch reingetan. Nur mit frischen Pilzen ist es allerdings auch sehr lecker.

  • frischer Blätterteig
  • Pfifferlinge oder andere frische Pilze
  • 1 Becher Schmand
  • 3 Eier
  • 200g geräucherten Käse- gerieben ( die italienische Variante heißt Scarmoza, beim Türken habe ich auch schon welchen gesehen)
  • frischer Thymian oder andere Kräuter
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprika

Ofen auf 220 GraD Vorheizen. Das Blech mit Backpapier auslegen und den ausgerollten Blätterteig darauflegen. Ich habe mir aus den Teigresten Streifen gemacht und diese am Ende über den Kuchen als Muster drapiert. Schmand, Eier, Käse und die Gewürze miteinander verquilen. Den Teig mit geputzen Pilzen belegen und die Eiermasse drübergiessen. Bei 220 grad goldbraun backen.

Wünsche gutes Gelingen!

Lieblingspesto mit Hauch von Honig

August 19, 2011 in Kochwelt, Saisonales

Dieses Jahr macht mich die Garten-Ernte nicht besonders glücklich. Bis auf das Kräuterbeet ist eigentlich nichts zu gebrauchen. Die Kräuter allerdings wachsen wie größenwahnsinnig. Das Basilikum war schon kurz vorm Blühen und daher mußte es verarbeitet werden. Von meiner Mama habe ich leckere selbst eingelegte Tomaten und tollen Honig geschenkt bekommen habe und habe noch etwas rumexperimentiert. Das Ergebnis läßt sich sehen und hält sich mit ca. 1 cm Olivenöl-Schicht lange im Kühlschrank. Pesto kann man übrigens auch einfrieren, mein Pesto schafft es allerdings kaum in den Kühlschrank, geschweige denn in die Gefriere:-)

  • 1 kleines Bund Basilikum ca. 50g
  • 1 kleines Bund Petersilie ca. 50g
  • 5-10 eingelegte Tomaten in Öl
  • 2 Knobi-Zehen
  • 1 TL Honig
  • 50g Pinienkerne ( Mandeln, Walnüsse)
  • 50 Parmesan
  • gutes Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten lassen. In einem hohen Gefäß Basilikum, Petersilie, gehackten Knobi, Tomaten, 1 TL Honig und die Pinienkerne miteinander pürieren. Parmesan untermischen und soviel Olivenöl hinzufügen bis eine sämige Masse entsteht. Salzen, pfeffern und losschlemmen.