Glückliche Rouladen gebettet auf Zupfrotkraut

Februar 1, 2012 in Kochwelt

Weihnachten habe ich gezupftes Rotkraut zu Ente serviert und wir waren alle hin und weg- wäre ich so eine zarte Ente, wäre ich wirklich beleidigt. Ich habe schon einige Rezepte probiert aber dieses hat mich begeistert. Das Rezept ist von Kolja Kleeberg und trifft meinen Geschmack auf den Punkt. Das Rotkraut muss einige Tage in der Kälte mariniert werden- der Aufwand lohnt sich. Rupft das Rotkraut in Gummihandschuhen, sonst läuft man noch Tage später mit violetten Händen durch die Gegend. Man erspart sich einige komische Kommentare. Dazu gab es Rouladen vom glücklichen Rind namens Bootsmann.

Rotkraut

(Quelle Kolja Kleberg)

  • 0,5 Kopf Rotkohl, ca. 1 kg
  • 0,5 l Rotwein
  • 300 ml Portwein, rot
  • 0,5 l Apfelsaft
  • 1 Stange Zimt
  • 5 Nelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • frische Wacholderbeeren
  • 10 Pfefferkörner, weiß
  • 2 Sternanis
  • 2 Pimentkörner
  • 2 EL Gänseschmalz
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Äpfel, säuerlich
  • 2 Kartoffeln, mehlig kochend
  • 4 EL Wildpreiselbeeren, kalt gerührt
  • Zucker, Salz

Den Rotkohl vierteln, den Strunk entfernen, mit den Händen in zwei Euro-Stück große “Flecken” zupfen. In einer Schüssel salzen und zuckern, mit Rotwein, Portwein, Apfelsaft übergießen und gut durchkneten. Die Gewürze in einen Gewürzbeutel füllen und zugeben. Abgedeckt eine Woche ziehen lassen- bei mir waren es nur 3 Tage.

Die Zwiebeln fein würfeln und in Gänseschmalz anschwitzen. Den Rotkohl aus der Marinade nehmen und mit anschwitzen. Nach und nach mit der Marinade ablöschen. Die Äpfel und Kartoffeln gerieben zugeben. Weiter garen, bis die Kartoffeln verkocht sind. Die Wildpreiselbeeren unterrühren, mit Salz und Zucker nachschmecken.

An diesem Rezept habe ich persönlich nichts zu verbessern- der einzige Tipp ist Handschuhe zum Zupfen anziehen und nicht allzu matchig verkochen. Die Menge ist für 4 Personen sehr großzügig bemessen und ich habe einiges einfrieren müssen. Das Rotkraut war zwar nach dem Auftauen etwas weicher aber immer noch sehr, sehr lecker.

Dazu gab es Rinderrouladen vom Siebengiebelhof.

  • 4 dünne Rinderrouladen
  • scharfer Senf
  • 1 gekochtes, gevierteltes Ei
  • geviertelte saure Gurke
  • geviertelte  Möhre
  • 2 kleine halbierte Zwiebeln
  • Gemüse- Brühe ggf. Rotwein
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver
  • Looberblat, paar Nelken

Rouladen dünn klopfen, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen und ordentlich mit Senf bestreichen. Mit Möhre, Gurke und Ei belegen, zusammenrollen und mit Nadeln fixieren. In einem Topf Öl erhitzen. Die Rouladen in Mehl wenden und mit den halbierten Zwiebeln und scharf anbraten. Mit Brühe und Rotwein zum 2/3 angießen, Gewürze hineingeben und weichschmorren lassen so ca. 2 Stunden.

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