Schnelles Sommergericht: Pappardelle mit Lauch und Steinpilz-Pangratto

Beim letzten Besuch meiner Mama, wurde ich mit einer Pasta-Maschine beschenkt. Oh je, dachte ich nur. Bislang liefen die Heimbesuche nämlich so ab – ich kam, half beim Pasta machen mit und dackelte mit der Pasta glücklich heim. Mit selbstgemachter Pasta ist es so eine Sache – sie ist zwar total lecker aber die Zeit muss man haben. Somit habe ich daheim die Maschine in die hinterste Ecke der Kammer gesteckt und fleißig ignoriert.

Als ich dann dieses Rezept entdeckt habe, stand ich vor der Wahl. Frische Pasta kaufen und sich ärgern, weil diese nicht so gut wie die Selbstgemachte schmeckt oder die Pasta-Maschine abstauben. Die Rechnung habe ich ohne mein Kind gemacht. Beim Anblick der Pasta-Maschine war es nicht mehr zu halten und wollte unbedingt mithelfen. Den Teig habe ich einen Tag im voraus zubereitet und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Pro Person rechnet man 100g Hartweizenmehl, 1 Ei, 1 EL Olivenöl und eine Prise Salz. Leider musste ich feststellen, dass Hartweizenmehl nicht überall zu finden ist. Man kann natürlich auch Hartweizengriess nehmen und es mit normalen Mehl mischen. Wollte ich aber nicht, ich wollte Hartweizenmehl benutzen (wie meine Mama) und absolvierte einen wahren Supermarkt-Hartweizenmarathon bis ich endlich welches fand. Bei real – nur so als Tipp. Gekaufte Pasta geht natürlich aber auch!

 

PAPPARDELLE MIT LAUCH UND STEINPILZ PANGRATTO

 

 Zutaten für 3-4 Personen

 für die Pasta:

  • 300g Hartweizenmehl
  • 3 Eier
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 gestrichen TL Salz

für die Sauce:

  • 3 Stangen Lauch
  • 2 Knoblauchzehen, feingehackt
  • einen Schuß Weißwein
  • 400ml gute Brühe
  • 8 -10 Scheiben Parmaschinken
  • 1 Handvoll Parmesan
  • einige Zweige Thymian (m. Zitronenthymian)
  • nach Belieben 1-2 TL Creme fraiche

für das Pangratto:

  • 1 kleine Handvoll Steinpilze
  • 1/2 Ciabatta-Brot ( vom Vortag)
  • 2 Knoblauchzehen (am Stück)
  • 1 Zweig Rosmarin

Zubereitung:

  1. Die Zutaten für die Pasta zun homogenen elastischen Teig verkneten und diesen mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Danach mit der Pasta-Maschine weiterverarbeiten. Immer stückweise mehrfach von grob zu mittel auswalzen und anschließend zur Pappardelle schneiden. Ich habe meine Pasta gleich weiterverarbeitet. Sie kann natürlich auch für später getrocknet werden. Funktioniert sehr gut auf sauberen Tüchern über dem Wäscheständer.
  2. Lauch waschen, halbieren und in ca. 1 cm große Scheiben schneiden. Etwas Öl und Butter in einem Topf erhitzen. Gehackten Knoblauch, die Thymianblätter und den Lauch hineingeben. Wein und Brühe hinzugießen. Die Hälfte vom Parmaschinken hinzufügen und bei geschlossenem Deckel für 25 bis 30 Minuten köcheln lassen, danach mit Salz und Pfeffer anschmecken. Wer mag kann noch etwas Creme fraiche hinzufügen. Dadurch wird die Sauce sämiger.
  3. Für das Pangratto Steinpilze und die kleingeschnitten Brotstücke mit etwas Salz und Pfeffer zerhäckseln. In einer Pfanne die ganzen Knoblauchzehen und Rosmarin in Öl anbraten und das Steinpilz-Paniermehl hinzufügen. Solange braten, bis es schön knusprig ist. Rosmarin und Knoblauch wegwerfen und alles auskühlen lassen.
  4. Pasta al dente kochen und mit der Sauce, dem Pangratto, Parmesan und natürlich dem restlichen Parmaschinken anrichten.

Quelle: Natürlich Jamie / Mengen und Zubereitung von mir angepasst