Neues aus der Weihnachtsbäckerei- Kipferle

Dezember 12, 2011 in Backwelt, Saisonales

Die Weihnachstbäckerei ist eröffnet. Es gibt jedes Jahr bestimmte Klassiker, die auf der Advent-Kaffeetafel nicht fehlen dürfen. Adventskaffee ohne Vanillekipferl ist wie Weihnachten ohne Schnee- nicht schön. Ich habe wirklich viele Rezepte durchprobiert, mit Ei ohne Ei, mit Butter, ohne Butter und immer hieß es kleinlaut von meinem Mann- hmm lecker, aber an die von meiner Oma kommen die noch nicht an. Ich bin ein Perfektionist- so etwas lasse ich nicht auf mir beruhen. Schließlich geht die Liebe durch den Magen- da machen mir Vanillekipferl nicht Strich durch die Rechnung. Tja, die Oma gibts es nicht mehr, die Schwiegermutter findet das Rezept nicht- mein Mann kann dieses gewisse Etwas nicht fachgerecht beschreiben. Also ist Experimentieren angesagt. Und siehe da, nach dem vierten Rezept offenbart sich beim Kaffeetrinken das Geheimnis. Dieses himmlische Gefühl ist laut meiner Schwiegermutter Speisestärke! Nun ja, DAS kann nun wirklich kein Mann fachgerecht beschreiben.

Rezept: Vanillekipferl

  • 330 g Mehl
  • 50g Speisestärke
  • 100g Butter
  • 180g Margarine
  • 70g Puderzucker
  • 1 Vanilleschote
  • 90g gemahlene Nüsse ( Mandeln, Walnüsse)
  • etwas Zimt
  • Mischung aus Puderzucker und Vanilezucker zum Wälzen

Mehl durchsieben mit Speisestärke, Puderzucker, Zimt, Nüssen und Vanillemark vermischen. Mit Margarine und Butter vermischen und einen geschmeidigen Teig herstellen. 2-3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Dieser Menge reicht für etwas 40-50 Kipferle. Ich mache aus dem Teig erstmal kleine ungefähr gleich große Kugeln und forme diese zu kleinen Kipferle. Im Backofen etwas 8-10 Minuten bei 180 Grad backen, wenn sie am Rand leicht braun werden müssen sie raus. Noch warme Kipferle in der Puderzuckermischung vorsichtig wälzen, auskühlen lassen und verschlingen.

Wonach schmeckt der Sommer? Nach Omas Aprikosenmarmelade…

Juli 22, 2011 in Kochwelt, Saisonales

Wenn der Sommer einen Geschmack hat, dann schmeckt er für mich nach reifen Aprikosen. Beim Händler meines Vertrauens haben mich reife Aprikosen angelächelt, daher beschloss ich endlich meine Marmeladen-Vorräte aufzustocken. Diesmal blieb der Gelierzucker im Regal und ich probierte mich an der Oma-Methode, also mit Normal-Zucker wie schon unsere Vorfahren es getan haben. Ich gebe es ja ehrlich zu, es ist wirklich zeitaufwendig, man saut sich die ganze Küche ein und muss permanent den heißen Kochtopf und das Kind im Auge behalten. Eine langwierige Angelegenheit aber das Ergebnis schmeckt wie von meiner Oma und das ist mir die Sache wert. Gut meine Oma hat wahrscheinlich nicht mit Ingwer experimentiert aber man muss mit der Zeit gehen…

Die Marmelade ist natürlich etwas süßer als mit Gelierzucker, dafür ohne Konservierungsstoffe. Jedem ist die Entscheidung selbst überlassen- zuckerreduziert mit Chemie oder süßlich ohne Chemie.

  • 1 kg reife Aprikosen (ergibt etwa 4 kleinere Gläschen)
  • 600g Zucker
  • Zitronensaft einer unbehandelten Zitrone
  • zwei Apfelschalen
  • Zimt/ Vanilleschoten/ Mirabellenlikör/ 1 TL geriebener Ingwer- diese Zutaten sind kein Muss
  • tiefes Backblech und eine Kuscheldecke

Aprikosen waschen, entsteinen und in kleine Stücke schneiden. In einem großen Topf abwechselnd Aprikosen mit Zucker schichten, ich habe noch etwas Zimt und aufgeschlitzte Vanilleschoten aus meinem Vanillezucker hinzugefügt. Topf mit Deckel schließen und bis zum nächsten Tag am kühlen Ort die Aprikosen Saft ziehen lassen.

Am nächsten Tag eine kleine Untertasse in die Gefriere stellen. Zwei Äpfel schälen und die Schalen in kleine Stücke schneiden. Die Apfelschalen enthalten Pektin und sind natürlicher Ersatz für Gelfix. Zitrone auspressen und zusammen mit den Apfelschalen und dem Likör ( Amaretto geht auch) zu den Aprikosen geben. Die Marmelade aufkochen lassen und die Hitze reduzieren. Köcheln lassen und wenn die Aprikosen zerkocht sind pürieren.(Vanilleschoten rausmachen) Wer mag kann kleine Stücke übrig lassen, wir mögen unsere Marmeladen ganz fein. Wer mag kann jetzt den Ingwer reinmachen. Und nun rühren, rühren und rühren. Bei mit hat es etwa halbe bis dreiviertel Stunde gedauert bis die Marmelade anfing zu gelieren. Wenn ihr das Gefühl habt, die Marmelade fängt an zu gelieren, holt die Untertasse aus der Gefriere und macht die Gelierprobe- etwas Marmelade auf die Untertasse und kurz in Kühlschrank stellen. Läuft die Marmelade nicht mehr davon, ist sie fertig. Nun in penibel saubere Gläser umfüllen, zumachen und 10 Min. auf den Deckel stellen. Danach die Marmelade im Korb oder Blech in die Decke eingewickeln bis zum nächsten Tag auskühlen lassen. Die Decke sorgt dafür, dass die Marmelade ganz langsam runterkühlt.